Pressemitteilung:

  • 07. April 2011

Rolle vorwärts oder rückwärts?

CDU stellt neuen Antrag zur Privatisierung der Kindergärten

Da sie wegen des lauten Kindergegröles und der zu zahlreich erschienenen Elternschaft nicht zur Sitzung im Ratssaal erschienen und somit nicht zu Wort gekommen ist, versucht die CDU mit ihrem Listenanhang FDP jetzt Ihre Beschlüsse etwas elternfreundlicher zu gestalten. Dabei verlieren sie ihr Ziel jedoch nicht aus dem Auge, nämlich die vollständige Privatisierung der Weilerswister Kindergärten.

Die Kinder und Erzieherinnen des Familienzentrums in der Bahnhofsallee sollen zu Testpersonen bestimmt werden: Gebaut wird ein neuer Kindergarten in Weilerswist-Süd, ein freier Träger übernimmt die Kinder und Erzieherinnen, der Kindergarten an alter Stelle soll geschlossen werden, und dann testen wir.
 
So schwebt es der CDU vor. Wenn der Test nicht gelingt, dann haben die kleinen und großen Personen Pech gehabt, anderenfalls wird man den neu betroffenen Eltern mitteilen, dass es in der Vergangenheit gut gelaufen ist und dass die übrigen Kindergärten dann auch privatisiert werden.

Warum, so muss man sich fragen, will die CDU die betroffenen Eltern in der Zukunft an der Entscheidung beteiligen und nicht aber heute, von Beginn an?

Der Wille der Eltern war im letzten Jahr bereits klar, laut und vielfach vorgetragen, die CDU ist im letzten Jahr einstimmig dem Bürgerwillen gefolgt.

Der Elternwille wurde in diesem Jahr 2011 noch klarer und lauter vorgetragen, aber jetzt macht die CDU die Rolle rückwärts. Jetzt will sie völlig allein und anders entscheiden und erst in ein paar Jahren das Votum der Eltern hören.

Das jetzige CDU-Vorhaben ist der Versuch einer Verwirrung und Spaltung der Eltern und Erzieherinnen. Mit der Beschränkung auf zunächst einen Kindergarten hofft man, auch den Widerstand in der Elternschaft zu reduzieren.

Die ganze Diskussion über die Privatisierung der Kindergärten ist nur dadurch entstanden, dass Zahlen im Umlauf gesetzt wurden, auf die darauf hinweisen, dass die Gemeinde durch Zentralisierung und Privatisierung große Geldbeträge einsparen kann; diese Rechnung ist aber falsch.

Unsere Kinder sind das Wertvollste, was wir in unserer Gemeinde haben, sie sind unsere Zukunft. Als Testpersonen sind uns unsere Kinder zu schade und dafür dem Bürger zusätzlich nochmals Kosten aufzulasten, dies ist der falsche Weg. Es gibt aktuell keinen Grund für einen Wechsel der Trägerschaft.